
Das Warten hat etwas länger gedauert, aber nun ist meine Freude groß: Endlich kann ich mein neues Buch »Ewig Kind« gang »analog« in den Händen halten. Es geht um das Erwachsenwerden, früher und heute. Gibt es Unterschiede? Was ist, wenn man nicht (er)wachsen (werden) will? Und lohnt sich das Ganze überhaupt? Hat es nicht mehr Vorteile, »ewig Kind« zu bleiben (in der Hoffnung, lebenslang versorgt zu werden)? Und was ist mit jenen, die nicht wachsen dürfen? Deren Eltern oder andere Bezugspersonen sie einfach nicht in das selbständige Leben entlassen wollen, aus Angst, allein und leer zurück zu bleiben? Welche psychischen Erkrankungen lassen sich als »Wachstumskrankheiten« verstehen? Solche kommen besonders häufig im Jugend-und Adoleszenzalter vor, kennzeichnen bestimmte Lebensschwellen und beruhen psychodynamisch auf inneren Konflikten um das Wachsen und Erwachsenwerden. Und schließlich: Was ist das überhaupt? »Erwachsen«. Gibt es dafür Kriterien? Und wenn ja, welche? Wie wird man erwachsen? Welche innere psychische Ausstattung wird dafür gebraucht? Und was ist, wenn man eine Pause braucht, von diesem ganzen Erwachsensein? Wann ist die Regression heilsam und fördert die Entwicklung und Kreativität und wann führt sie in die Stagnation?
Es gibt Einiges zu besprechen.
Fragen Sie sich vielleicht auch manchmal, was eigentlich "erwachsen" ist? Das "innere Kind" hat in diesen Zeiten (Hoch) Konjunktur. Ratgeber, Podcasts und Life-Events versprechen Hilfe dabei, „das innere Kind“ zu finden und zu heilen. Sich darum zu kümmern, ist gut und wichtig. Allerdings darf gerade in unserer Zeit das Erwachsensein nicht ganz vergessen werden. Doch welche mentalen Funktionen gehören dazu? Welche gesellschaftlichen Faktoren spielen eine Rolle? Haben Mütter oder Väter die Entwicklung ihrer Kinder zu Erwachsenen in der Hand?
Interview und Diskussion im Rahmen des »FINE«-Netzwerkes mit Dr. Catrin Mautner
am Mittwoch, dem 06. Mai von 19.30 bis 21.00 Uhr online
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Die Veranstaltung ist voraussichtlich mit 3 Fortbildungspunkten bei der ÄK Hamburg zertiiziert.
„Ich wollte nie erwachsen sein …“ lässt Peter Maffay die Schildkröte Nessaja zu Tabaluga sagen. Und bekanntlich hat Oskar Matzerath in Günter Grass´ Blechtrommel sein Wachstum im Alter von drei Jahren eingestellt, indem er sich die Kellertreppe hinabstürzte. Die derzeit allgegenwärtige Metapher vom »inneren Kind« wird aus meiner Sicht allzu oft missverstanden und lässt dann die Menschen eher in einer chronischen Bedürftigkeit und Anspruchshaltung stagnieren, als ihnen bei der (Heraus-)Entwicklung zu helfen. Möchte man heute noch erwachsen sein? Was verstehen wir eigentlich unter einem „Erwachsenen“? Ist daran überhaupt etwas attraktiv? Was daran löst Angst aus und wie äußert sie sich? Wie wird man erwachsen?
Zeit: Dienstag, 09. Juni 2026 um 19.00
Ort: Alter Zeughof 2/3 in Braunschweig (Franziskussaal)
https://www.thzbs.de/programm/?kathaupt=11&knr=AJ260609