Vorbilder haben eine wichtige Funktion für die psychische Entwicklung. Man möchte ihnen nacheifern. Wenn man so will, sind sie Motor eines progressiven Neides. Man möchte haben, was sie haben, so sein, wie sie. Sie sind elementar wichtig, denn man identifiziert sich mit ihnen (was sich auch darin zeigen kann, das Trikot mit dem Namen »Jamal Musiala» zu tragen, in der Hoffnung, seine Fähigkeiten gehen auf einen über) und strebt ihnen nach. Man »studiert« im ursprünglichen Sinne von studere »sich eifrig bemühen, steben nach«. Das ist etwa ganz anderes als der sehr verbreitete destruktive Neid. Dieser will zwar auch haben, was der andere hat, aber dieses Gefühl führt nicht dazu, dass man sich bemüht, sondern das man versucht, den Besitz, die Fähigkeiten des anderen zu zerstören. »Wenn ich nicht habe, was sie/er hat, soll sie/er es wenigstens auch nicht haben!», so lautet der Ansatz, der Gesellschaften spalten und zerstören kann.
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